| "Erfreulicherweise befassen sich Wissenschaft und Praxis in der jüngeren Vergangenheit verstärkt damit, mehr Wissen über das Verhalten der Kunden in den Einkaufsstätten zu erhalten. Dies geschieht insbesondere vor dem Hintergrund des Category Managements", sagt Hendrik Schröder, Inhaber des Lehrstuhls für Marketing & Handel der Universität Duisburg-Essen, der sich gemeinsam mit den Mitarbeitern Nina Möller und Frank Groth intensiv mit dem Thema auseinander setzt. "So erfährt man sehr viel darüber, in welchen Geschäften die Kunden bevorzugt einkaufen, wie sie sich in den Geschäften verhalten, welche Merkmale sie positiv bewerten und welche negativ", so Schröder.
Der Bereich Shopper Research stehe jedoch eher am Anfang, sagt Professor Schröder. "Zahlreiche Einflussfaktoren sind in den Untersuchungen zu berücksichtigen - zum Beispiel die Größe des Geschäfts, die Zusammensetzung der Warengruppen, die Merkmale einzelner Produkte, die Anordnung der Abteilungen, die Art und Platzierung der Regale und vieles andere mehr. " Hinzu komme, dass sich die Kunden in ihren Verhaltensweisen stark unterscheiden könnten, zum einen in ihren soziodemographischen Merkmalen, zum anderen in ihren Kaufmotiven und Kaufanlässen.
Laut Doreen Thal haben bisherige Untersuchungen ergeben, dass über die Hälfte der Shopper schon auf den Kauf eines Produktes verzichtet hat, weil sie nicht länger suchen wollte. Zudem würden 30 Prozent noch weitere Produkte kaufen, wenn sie nur schneller fündig würden.
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